Privatinsolvenz

Jan 24th, 2009 | By norsche | Category: Privatinsolvenz

Privatinsolvenz
Wenn jemand nach dem monatlichen Begleichen seiner finanziellen Verpflichtungen kein Geld mehr zum leben übrig hat, sollte er sich überlegen ob er nicht in die Privatinsolvenz geht um noch einmal die Chance zu bekommen von vorne anzufangen. Wer sich in so einer Situation befindet, sollte seine Gläubiger auflisten, mit den dazugehörigen Schreiben und sich auf dem Weg zur Schuldnerberatung machen. Es gibt kostenlose, die einem auch bei der Privatinsolvenz weiterhelfen bei z. B. Caritas, Diakonie usw. Von kostenpflichtigen Schuldnerberatern sollte man die Finger lassen, da es meist schwarze Schafe sind. Bis jemand einen Termin bei einem Schuldnerberater einer sozialen Einrichtung bekommt, kann oft zwei bis drei Monate dauern.


Wem das zu lange dauert, da der Gerichtsvollzieher schon fast vor der Tür steht hat noch eine andere Möglichkeit. So kann er sich einen Beratungshilfeschein vom Amtsgericht seiner Stadt holen und kann zu einem Anwalt gehen, der die Privatinsolvenz durch führt. Durch den Beratungshilfeschein vom Amtsgericht kostet der Anwalt nur zehn Euro, die restlichen Kosten werden von der Staatskasse übernommen. Damit die Privatinsolvenz bei Gericht eingereicht werden kann muss der Schuldner einen gescheiterten Einigungsversuch mit seinen Gläubigern nachweisen können. Meist unternimmt der Anwalt bzw. der Schuldnerberater diesen Einigungsversuch. Ist dieser gescheitert, bekommt man vom Anwalt Unterlagen zu gesendet die man ausfüllen muss. In den Unterlagen müssen persönliche Daten, alle Gläubiger, Sparbücher, Forderungen usw. eingetragen werden. Mit diesen Unterlagen beantragt der Schuldnerberater bei Gericht die Privatinsolvenz. Ist sie beantragt, ist man nicht mehr pfändbar. Hat man überhaupt kein Geld und lebt an dem sozialen Minimum, gibt es die Möglichkeit Gerichtskostenbefreiung zu beantragen. Nach sechs Jahren Wohlverhaltensphase ist man seine Schulden los. Es ist für alle wichtig zu wissen, die mit dem Gedanken spielen in Privatinsolvenz zu gehen, dass sie das unbedingt dieses Jahr, also 2008 tun müssen. Ab nächstes Jahr ist die Privatinsolvenz kostenpflichtig.



Privatinsolvenz , , , ,